Mein Bestseller

Friday, July 10, 2009
By Bestseller

Hallo Leute. Wollte schon immer mal ein Buch schreiben. Jetzt bin ich’s angegangen. Soll eine Story über gut und Böse werden. Das folgende soll sozusagen den Einstieg bilden. Danach wechselt das ganze wieder in unsere Gegenwart!

Ihr würdet mir helfen wenn Ihr Euch die Zeit nehmt die paar Zeilen zu lesen und Eure Meinung dazu Postet. Schreibstil, Form etc.

Okay dan Los, ach Ja der Titel lautet ganz einfach:

entwurf

Auserwählt

Wogend trieben ihn seine von Gerstensaft geschwächten Beine an diesem späten Abend durch die engen und dunklen Gassen des Wiens im 1600 Jahrhundert.

Der Gestank des achtlos am Pflaster entsorgtem Unrats und der Fäkalien von Tier und Mensch,  irritierten ihn in keinster Weise. Er war den Schmutz gewöhnt. Schmutz und Schmerz, vor allem anderem der Schmerz war seine Erfüllung, sein Handwerk. Das quälen und töten lag in der Familie, sein Henkersamt hatte er von seinem Vater übernommen, wie dieser von seinem Vater, er war bereits die dritte Generation.

Verpönt war sein Gewerbe, Ehrlos war er für die Gesellschaft für die er soviel tat um sie von den Mördern, Dieben und Ketzern zu befreien. Ausgeschlossen vom Prunk der Heime der Ehrbaren und Ihren Bauwerken die für jede  Muße  den angebrachten Raum schafften, mussten er und seine Familie außerhalb der Stadtmauer mit  niedrigem Gesindel in einer Baufälligen Hütte sein Dasein fristen. Nur zur Blutarbeit war er in Ihrem Kreis willkommen. Aber er grämte sich nicht, er hatte keinen Groll gegen die Bürger, und ihren angewidert gesenkten Häuptern  wenn er in von Blut der Sünder getränkter Kleidung die Stadt verließ. Er war Stolz, hatte nach jeden Tag vollbrachter Arbeit ein befriedigendes Gefühl von Ehre, das nur der Gedanke an sein Weib und seinen Bälgern die Ihn zu Hause ängstig erwarteten, schmälern konnte. Doch dieser Brut die Ihn allzu oft von seiner wahren Aufgabe ablenkte, konnte er mit Schlägen und verderbtem Fleisch leicht Herr werden.

Nur den ältesten Spross, den er zu seinem Nachfolger erkoren hatte widmete er Aufmerksamkeit, mit im teilte er die Freude der Qual die man mit einem glühendem Stück Eisen jedwedem Lebewesen zufügen konnte.  Nichts konnte sein Gemüt mehr erfreuen als einen Aufwiegler, mit Daumenschrauben zur Raison zu bringen, dem Dieb die ausführende Hand mit einer Axt abzutrennen oder die Peitsche beim Verhör endlos auf geschundene Körper  zu streichen. Erst wenn seine Kunden Blutüberströmt mit gebrochenen Gliedern vor im auf dem Boden kauern, alles zugeben was Ihnen angelastet wird, erst dann ist er zufrieden und kann erhobenen Hauptes den Lob der beisitzenden Schöffen entgegen nehmen.  Und nur an einem dieser besonderen Tage konnte er sich mit seinem noch von Schweiß und Blut verdrecktem Körper an seinem Weib wie ein Tier vergehen.

Er lehnte sich an eine Hausmauer am Ende der Gasse, die nun den Blick auf den Stephansdom der majestätisch in die Höhe ragte, freigab. Seine Blase übte seit langer Zeit schon einen schmerzhaften Druck auf seine Lenden aus, die nun Übermächtig und nicht mehr Beherrschbar entleert zu werden forderte.stephans_dom

Mit Schweißnasser Stirn die er  an das kalte Mauerwerk gepresst hatte erleichterte er sich und beobachtete sein Rinnsal das die Gasse hinunter in eine Sohle am Rande des Platzes zu ST. Stephan rann. Heute waren seine Künste nicht von Nöten gewesen, konnte sich nicht am Schmerz eines Opfers erhitzen, ein einziger Trunkenbold der sich schon nach einem einzigen Peitschenhieb veranlasst sah den Diebstahl eines Fasses Bier zu bekunden, war alles das ihm kurz ein Grinsen ins von Narben zerfurchte Gesicht fegte. Der Henker fluchte auf sein Weib, als er sein schlaffes Glied in seine schmierigen Beinkleider verpackte,

“Möge Sie doch der Blitz erschlagen, Sie und Ihre Bälger“.

Seine Aufmerksamkeit  wandte sich ab von seinem heute unnützen Geschlecht und richtete sich ganz auf das Hauptportal des Doms, das seine beiden Tonnenschweren Flügel beinahe lautlos und scheinbar von selbst öffnete.Wie der Schlund des Fegefeuers präsentierte sich das Portal, das bis auf die Kerzen die im Inneren der Kirche brannten und furchteinflößende Schatten auf das Pflaster des Platzes warf, im Dunkel lag.Ein eiskalter Schauer streifte den Henker der ihn zu erzittern brachte, der wohlige Klang des Chores der am großem Altar seine Stimmen zu Ehren Gottes immer höher anschwellen lies, zog ihn dennoch immer näher an das kalte Feuer das er zu spüren glaubte heran.

Schritt für Schritt trieb es ihn mit ehrwürdig gesengtem Haupt  und bebenden Gliedern dem Bauwerk  entgegen, das im seit dem Tage seiner Kommunion mit Ehrfurcht erfüllte. Er hörte damals mit knapp 12 Jahren von den Zehn Geboten, in Stein gemeißelt als Gesetz bis zum letzten Tage, sah seinen Vater nicht mehr als Peiniger der vom rechten Weg abgekommenen, sondern als Apostel der den Willen Gottes selbst erfüllte und fieberte den Tag entgegen an dem er denn ersten Sünder für Jesus und alle Christen zur Rechenschaft ziehen konnte.

Kurz bevor er die Schwelle in die Heilligen Mauern  überschritt Blickte er noch gegen den Nachthimmel, die „Heidentürme“ die beinahe Siebzig Meter in die Höhe ragten, wirkten für in wie Wächter, die links und rechts des „Riesentores“ den gesegneten Ort bewachten. Er wartete noch, hoffend die Türme wurden in ein Eindringen verwehren, denn trotz des immer noch schallenden Chores der mit vierzig Stimmen der Liebe Gottes pries , hatte in eine Angst gefangen die er nie kannte, sein Drang vor diesen Schlund zu fliehen wurde immer größer doch etwas anderes hatte nun den Lockruf  übernommen. Etwas stärkeres als seine Angst hielt ihn davor zurück seine Beine in die Hand zu nehmen, etwas das ihm keine Wahl lies, etwas das mit einen plötzlichen anschwellenden Sturm von Paukenschlägen in seinem Kopf klar machte das er Heute seinen letzten Peitschenhieb geführt hatte.

Er trat ein.

Zu achtungserbietend erschien ihm die Halle die er betrat, nichts war geblieben von der Hoffnung auf Entlohnung nach dem Tode im Himmelreich für sein Schaffen, die ihm gegeben war wenn er die Messe besucht hatte. Zu mächtig die Säulen die den Gang zum Hochaltar säumten, zu erdrückend die mitleidvollen Blicke der Heiligenfiguren die von jeder Seite auf Ihn gerichtet schienen. Unerreichbar die Schale mit geweihtem Wasser, ungewohnt die Kälte die die brennenden Kerzen ausstrahlten, zu strahlend die Bildnisse von heiligen Begebenheiten.

Das grollen einer Stimme, Hundertfach intensiver als Donnerschlag in einer einsamen Gebirgsschlucht, lies ihn auf die Knie sinken, eine Stimme die in seinem Kopf ausbrach wie ein bebender Vulkan der das Trommelfell reißen ließ und ein Blutiges Rinnsal an beiden Ohren hinterließ. Eine Stimme die den Druck hinter seiner Stirn erzeugte der die Augäpfel aus Ihren Höhlen presste.

„MEIN IST DAS BLUT DAS DU VERGOSSEN HAST“

Danke fürs lesen! Und was sagst Du?

HIER GEHTS ZU TEIL 1!

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3 Responses to “Mein Bestseller”

  1. Hab mir deine Geschichte durchgelesen. Klingt an sich gut, schön formuliert, bei der Rechtschreibung musst du bei “ihm” und “im” und “ihn” und “in” aufpassen. Ist mir ein paarmal aufgefallen, das aus “ihm” “im” wurde. Ist aber nicht so schlimm;)

    Habe auch einmal versucht ein Buch zu schreiben, nach 100 Seiten (A5) hatte ich dann keine Lust mehr, da es mir nicht mehr gefiel.

    Zu deiner Geschichte:

    “Auserwählt” klingt ein bisschen klassisch, aber das Szenario gefällt mir, ein unsympathischer Henker, bin mal gespannt was aus ihm wird;).

    Wenn du das Buch wirklich zu Ende durchziehst, kann es durchaus interessant werden.

    Liebe Grüße, Andreas

    #2
  2. Bestseller

    Hi Andreas!

    Danke für Deinen Kommentar. Rechtschreibung ist wirklich meine Schwäche. Sollte ich mit meinem Buch weiter als zur Seite 100 kommen, lass ich es von Dir Korigieren.

    Langsam glaube ich aber das ich mir mit der Geschichte ziemlich viel vorgenommen habe.
    Warten wir mal ab.

    Danke und liebe Grüße
    Bestseller

    #3
  3. [...] Falls noch nicht gelesen hier der Link zum 1. Teil. [...]

    #4

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